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updates:

Schöne Bilder! Ich liebe die Bilder,...
Sara Lernspiele (Gast) - Fr, 15:32
sehr herbstlich, sehr schön ...
sokrates2005 - Mo, 10:58
hat jetzt den Eispalast angezündet?
sokrates2005 - Mo, 10:52

220609: Jin's Sinohouse, 1090 Wien


heute ein weiterer beitrag aus der reihe "frau idoru und herr aiiiia fressen völlen gourmetisieren uns durchs leben".

einleitend folgendes: der falstaff-guide wird mir immer sympathischer. nicht nur, dass die rezensionen dort ziemlich genau mit meinen erfahrungen übereinstimmen - nein, auch bei mir bisher unbekannten lokalen ist das ganze sehr verlässlich.

so landeten wir freitag in Jin's Sinohouse im 9. wo früher ein grauslicher wenig einladender chinese war, ist jetzt ein schöner, nicht zu verkitschter asiat aus dem boden gewachsen.
trotz der hohen decke kommt kein "bahnhofshallencharakter" auf, man fühlt sich insgesamt sehr wohl mit musik, deko, licht und lautstärke.

die weinkarte ist leider mehrheitlich außerhalb unserer preisklasse, was aber nicht heißen soll dass sich nicht auch sehr gute weine unter 50,- finden lassen.

als gruß aus der küche gab es ein stück frittierten thunfisch, der gleich zweifach positiv überrascht hat weil kaum fettig und dafür sehr schön zart.
die vorspeisen kamen sehr schnell hinterher, einmal gegrillter ingwer-oktopus auf mango-gurkensalat mit chili (der oktopus - ein gedicht.) und einmal marinierter thunfisch, ebenfalls auf mango-gurkensalat mit chili und einer jakobsmuschel, die ich bereit war als notwendiges übel für den thunfisch in kauf zu nehmen. der thunfisch hatte eine tolle qualität, war wunderbar zubereitet und es stellt sich heraus: so eine gegrillte jakobsmuschel kann ein genuss sein!

davor, dazwischen und danach gabs übrigens einen pannobile 2006 vom heinrich - fruchtig schwer aber ohne pelzig zu sein und so das essen zu übertönen. er hätte noch ein bisschen länger offen sein können, aber mir ist klar, dass das in einem restaurant nicht so einfach ist.

als hauptspeise gabs marinierten tofu gebraten mit erdnuss-sauce und gemüse bzw. knusprige ente mit grünem curry und auberginen, kartoffeln, okra und eierschwammerl. über die tofu-hauptspeise kann ich nicht viel sagen, aber die ente samt beilagen war herrlich. wunderbar knusprig, nicht fettig oder flachsig, das fleisch fest und saftig - was will man mehr. curry und gemüse standen dem um nichts nach: toll gewürzt und kombiniert und wie alle anderen gänge auch: sehr schön angerichtet.

als nachspeise probierten wir noch das flambierte eis mit früchten - hier bleiben gemischte gefühle zurück, aber ich muss zugeben dass ich auch keinen anderen asiaten weiß, der mich desserttechnisch begeistern kann.

in meinen augen funktioniert die rechnung "indochine21 - allüren - prätenziösität = Jin's Sinohouse"
zu vernünftigen preisen konnten wir einen abend in sehr angenehmer athmospähre, wunderbares essen und vom eingang bis zur verabschiedung absolut perfekten service genießen - gerne und möglichst bald wieder!


ps: jetzt fällt mir doch noch ein winziges minus ein: es gab keinen mao tai : )